NIE WIEDER ARTEFAKTE

Eine große klinische Herausforderung

Bei klinischen Evaluationen verfügen Neurologen oft nicht über alle notwendigen Informationen, um sinnvolle Therapieentscheidungen zu treffen oder den Erfolg eines Therapieansatzes zu bewerten. Wichtige Fragen sind zu beantworten:

  • Wie viele Anfälle hat ein Patient?
  • Welche Art von Anfällen hat der Patient?
  • Zu welcher Tageszeit treten die Anfälle auf?
  • Handelt es sich um epileptische Anfälle?
  • Führen die Medikamente und der Behandlungsplan zu den gewünschten Ergebnissen?

Von A zu B: Artefakt zu Biomarker

Brain Sentinel gab eine prospektive, multizentrische Zulassungsstudie in elf führenden Epilepsiezentren in den USA in Auftrag. An der Studie waren 199 Patienten beteiligt. Dabei wurde der SparkSenseTM-sEMG-Algorithmus mit dem als Goldstandard eingestuften Video-EEG (vEEG) verglichen. Bei erwachsenen Patienten, bei denen der sEMG-Monitor korrekt auf dem Muskelbauch des Bizeps platziert war, identifizierte der SparkSense-Algorithmus 21 von 21 generalisierten tonisch-klonischen Anfällen. Die berechnete Erkennungszeit betrug 5,3 Sekunden. Damit ist der sEMG-Monitor der schnellste und zuverlässigste Anfallsalarm auf dem Markt.

Eine anschließende Überprüfung der sEMG-Daten aus der klinischen Studie von Brain Sentinel ermittelte ähnliche tonische und klonische Phasenlängen für:

  • Primäre und sekundär generalisierte GTCS
  • vEEG- und sEMG-Kalkulationen

Zudem traten 60 % der GTCS in der Studie zwischen 21 Uhr und 8 Uhr (Daten in der Datei) auf. Dieses Ergebnis entspricht Berichten in der wissenschaftlichen Literatur, die darauf hinweisen, dass sich die nicht gemeldeten GTCS am ehesten in diesem Zeitraum ereignen.

Aber damit ist noch nicht alles gesagt …

 

Individuelle sEMG-Anfallsignaturen

Im Unterschied zu Bewegungssensoren, die nur das Vorhandensein von Bewegung und deren Geschwindigkeit melden können, liefern sEMG-Signale statistisch eindeutige Informationen für unterschiedliche Arten von Anfällen. Sie können gemessen, analysiert und interpretiert werden. Darüberhinaus können die Charakteristiken der tonischen und klonischen Phase unabhängig voneinander analysiert werden. sEMG-Daten können einem entsprechend geschulten Arzt dabei helfen, die folgenden Vorfälle zu bestimmen:

  • Typisch generalisierter tonisch-klonischer Anfall
  • Typische nicht epileptische Anfälle mit einer Bewegungskomponente
  • Typische freiwillige Bewegung

sEMG-Biomarker liefern viele Informationen

Das SPEAC®-System liefert umfangreiche Informationen zu Patienten und deren motorischen Anfällen:

  • Es ermöglicht besseres Anfallsmanagement durch longitudinale Daten.
  • Es liefert genaue Einblicke in die Aktivierung des Motorcortex.
  • Es erleichtert die Kontrolle von GTCS.
  • Es erleichtert dem Arzt die Unterscheidung zwischen epileptischen und nicht epileptischen Anfällen.
  • Es hilft dem Arzt dabei, die Wirkung von Medikamenten und Behandlungsplänen zu bewerten.
  • Es dient als Alarmsystem für GTC-Anfälle während des Überwachungszeitraums.
  • Es kontextualisiert einzelne Anfalls-Details durch sEMG-Wellen- und Wavelet-Analysen, Audio, postiktale Bewertung und Anfallprotokoll-Informationen.